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THEMA: Moos in Feuchtterrarien

Moos in Feuchtterrarien 13 Mai 2018 09:42 #42

Nach heutiger wissenschaftlicher Auffassung haben sich Moose vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren aus den Grünalgen der Gezeitenzone entwickelt. Moose besitzen nicht wie Kormophyten Wurzeln und Leitungsgewebe und sind dadurch wesentlich stärker auf die ihnen zusagenden Umweltbedingungen wie vor allem hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Daher ist es wesentlich schwieriger Moose gezielt zu halten und zu pflegen wie in etwa Farne oder Samenpflanzen. Das beste Temperaturoptimum für das Wachstum von Moosen beträgt für die temperaten Arten im Schnitt 15°C bis 20°C, bei tropischen Arten bis zu 25°C. Der oberste Kompensationspunkt für die Fotosynthese bei Moos liegt bei allen Arten zwischen 25°C und etwa 30°C. Bei langfristigen höheren Temperaturen sterben die Moose aufgrund des zu hohen Atmungsverlustes ab. Moose benötigen auch im Terrarium eine recht gute Lichtintensitäten für ihr Wachstum. Epiphytische Moose wachsen vor allem recht zahlreich in Gebieten mit sehr hohen Niederschlägen, wie in den tropischen Nebelwäldern und Bergwäldern. Moose sind in der Regel fast immer recht klein und wachsen recht langsam. Daher sind sie auch im Vergleich zu den „Höheren Pflanzen“ äußerst konkurrenzschwach. Sie weichen somit vielfach auch auf Standorte aus, die von den „Höheren Pflanzen“ normalerweise nicht oder so gut wie kaum besiedelt werden können. Dazu zählen vor allem Felsen, Steine, Rinde, auch Totholz und Blätter, wie auch fast nährstoffarme Standorte, dazu Waldböden und vor allem Standorte in der unmittelbaren Gegend von Wasserfällen und Kaskaden. Bei der Haltung im Terrarium ist somit vor allem eine gute Beleuchtung und hohe Feuchtigkeit notwendig um auf Dauer eine schöne Moosbegrünung zu gewährleisten. Bei Moos ist nicht immer die unpassende Luftfeuchtigkeit das Hauptproblem bei der Haltung. Je nach Situation reicht es bei Moos nicht immer aus, eine ständige Luftfeuchtigkeit von 100% zu halten. Insbesondere bei mittleren oder höheren Temperaturen und einem hohen organischen Anteil des Untergrundes, können viele Moose im Konkurrenzkampf mit eventuell auftretenden Schimmelpilzen unterliegen. Moose, da sie kaum ein Leitungsgewebe heraus entwickelt haben und keinerlei Wurzeln besitzen, sind somit darauf angewiesen, dass sie die nötigen Nährstoffe durch Spritzwasser oder mit dem Wasser durch die Kapillarkräfte geliefert bekommen. Gerade aus diesem Grund reicht es einfach nicht immer aus nur die Luftfeuchtigkeit im Terrarium zu halten. Es muss also auch daher von Zeit zu Zeit einmal etwas regnen. Welche Moose man nun für die Anlage nimmt bleibt einem jeden selbst überlassen. Hier hilft in manchen Fällen nur das Experimentieren weiter. Als Lebensraum spielen Moose immer eine sehr wichtige Rolle für die Kleintierwelt als auch als Keimbett für viele Blütenpflanzen. Einige Moose bilden auch eine Symbiosen mit Cyanobakterien, wie zum Beispiel Blasia, Hornmoose und Pilzen (Mykorrhiza, bei sehr vielen Lebermoosen). Eine andere Gattung, nämlich Cryptothallus, ist obligat saprophytisch unter den Moosdecken. Einige Lebermoose wie etwa Colura zoophaga fangen in ihren Wassersäcken kleine Wimpertierchen und andere Kleinstlebewesen. Da ihnen jedoch die Verdauungsproteasen fehlen, liegt somit im wesentlichen bei ihnen keine echte Carnivorie, sondern lediglich nur eine Zoophagie vor.
Th.K.

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Moos in Feuchtterrarien 14 Mai 2018 17:23 #43

Meist wird im Terrarienbereich das Spaghnum-Moos (Torfmoos) benutzt. Sei es zur Inkubation, Pflanzenunterstützung oder Herstellung von saurer Umgebung (Überwinterung) von Tieren.

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Moos in Feuchtterrarien 15 Mai 2018 16:00 #46

Also ich habe festgestellt, dass zum Beispiel Javamoos in Feuchterrarien auch gut terrestrisch wächst. Als Verwendung
im Terrarium kann es durchaus bei genügend Feuchtigkeit und Licht am Boden wachsen und auch als Wandbegrünung dienen. Es wächst auch bei entsprechenden guten Bedingungen auf Ästen, Steinen und Wurzeln.
Th.K.
Anhang:

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Moos in Feuchtterrarien 16 Mai 2018 13:41 #47

Bei mir hat dies nur geklappt, wenn es auf Xaxim war und dieser dauerhaft vom Filterauslauf feucht gehalten wurde. In Amphibienbecken mag es bei der hohen Luftfeuchtigkeit klappen. <In Echsenbecken würde es wahrscheinlich plattgelatscht. In manchen Foren liest man, daß man auch Moos aus den einheimischen Wäldern nehmen kann. Da rate ich von ab, denn viele Moose stehen unter Naturschutz und der Laie ist sicherlich kaum in der Lage die geschützten Arten zu erkennen.

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Moos in Feuchtterrarien 16 Mai 2018 15:44 #48

Bei kleineren Tieren und hoher Luftfeuchte haut es hin, aber ansonsten gebe ich dir recht, bei Rabauken im Becken wird es schwer.
Th.K.

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