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THEMA: Mondlicht im Terrarium

Mondlicht im Terrarium 03 Mai 2018 07:32 #38

Da viele unserer Terrarien-Tiere nachtaktiv sind, so ist es natürlich etwas schwierig, diese in der Nacht zu beobachten. Hierbei kann man sich sehr gut behelfen, indem man sozusagen ein ganz kleines Mondlicht in die Anlage einbaut, um seine nachtaktiven Schützlinge besser beobachten zu können. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. In der Natur reflektiert der Mond das Sonnenlicht auf die Erdoberfläche. Folgerichtig ist das Spektrum des Mondlichts dem Spektrum des normalen Sonnenlichts recht ähnlich. Jedoch werden bei diesem reflektorischen Vorgang die kürzeren Wellenlängen im Wesentlichen stark abgeschwächt. Die normale Farbtemperatur des Mondlichtes beträgt grob gesagt ca. 4120 Kelvin bis ca. 4500 Kelvin. Spektralmessungen wie auch genauere Analysen von Mondlicht zeigen deutlich, dass das Mondlicht von seiner Farbe her gelblich-weiß ist und nicht etwa blau, wie uns gerne von den namhaften Herstellern von Mondlichtern suggeriert wird. Gerade das blaue Licht steuert beim Menschen, aber auch bei anderen Lebewesen den Tag-Nacht-Rhythmus (Melatoninunterdrückung). Gerade nachtaktive Tiere haben ein sehr gut entwickeltes Farbensehen, auch bei recht geringer Helligkeit. Während das menschliche Auge in der Dunkelheit keine Farben mehr zu unterscheiden vermag, so schafft ein nachtaktives Tier dies recht mühelos. Mit einer blauen Beleuchtung wird aber das Farbensehen des Tieres im wesentlichen völlig verhindert, weil ja eben nur eine einzige Farbe, eben das Blau, zur Verfügung gestellt wird. Wenn man daher sein Terrarium nachts zu Beobachtungszwecken beleuchten möchte, so sollte man aus den angeführten Gründen immer einem sehr stark gedimmten weißen Licht den Vorzug gegeben werden.

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